Kleine Anfrage ohne Faktenbasis

30. November 2017
Schulpräsidentin Katrin Huber Ott. Foto: Peter Pfister
Schulpräsidentin Katrin Huber Ott. Foto: Peter Pfister

SVP-Grossstadtrat Edgar Zehnder, der zu Beginn des Jahres mit einer Interpellation einen Problemschüler im Bachschulhaus zum Politikum gemacht hat, holt erneut gegen Schulratspräsidentin Katrin Huber Ott aus.

In einer kleinen Anfrage erkundigt er sich nach ihrem Arbeitspensum: Ihm ist aufgefallen, dass sich die auf der Webseite der Stadt angegebenen Präsenzzeiten von Huber Ott um einen halben Tag mit ihren Präsenzzeiten an der Primarschule Bülach überschneiden, wo Huber Ott Co-Schulleiterin ist. «Wie ist es möglich, dass unsere Stadtschulratspräsidentin am Freitag in Bülach und gleichzeitig in Schaffhausen tätig sein kann?», fragt Zehnder.

Weil Huber Ott bis im Juni stellvertretend auch als Bereichsleiterin im städtischen Schulamt tätig war, will Zehnder ausserdem wissen, ob total mehr als 100 Prozent Lohn ausbezahlt wurden.

Katrin Huber bleibt gelassen und nennt den Angriff «lächerlich». Die Fragen seien ganz einfach zu beantworten: Die Präsenzzeiten auf der Webseite der Stadt seien nicht aktuell, es gebe keine Überschneidung, so Huber Ott. Und zu der Zeit, in der sie zusätzlich zu ihrem 50-Prozent-Pensum als Stadtschulratspräsidentin interimsmässig die Bereichsleitung übernommen habe, habe sie noch gar nicht in Bülach gearbeitet. Sie verdiente also nie mehr als 100 Prozent – ganz im Gegenteil: Für das Einspringen als Bereichsleiterin habe sie nur ein 20-Prozent-Pensum bezahlt bekommen, die Stadt habe also eine Zeitlang ein Pensum von 80 Prozent eingespart.