Altersheim Thayngen: Nun droht PUK

5. April 2018
Zurzeit wird das Altersheim umgebaut. Foto: Peter Pfister
Zurzeit wird das Altersheim umgebaut. Foto: Peter Pfister

Letzte Woche machte die «az» Missstände im Altersheim Thayngen publik: «Klima der Angst», «Kontrollwahn» der Heimleitung und 40 von 100 Angestellten, die den Betrieb verlassen haben – darunter praktisch alle Kaderleute mit Ausnahme der Hauswirtschaft. Im Fokus der Kritik stehen Gemeindepräsident und Heimreferent Philippe Brühlmann (SVP) sowie Heimleiter Stefan Dennler (siehe Artikel «Altersheim zur Unruh»).

Letzte Woche fand nun ein Meeting der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Einwohnerrats mit Philippe Brühlmann statt. GPK-Präsident Marco Passafaro bestätigt, dass man «am Thema Altersheim dran ist». Mehr könne er zurzeit jedoch nicht sagen.

Die SP Thayngen schreibt in einer Stellungnahme an die «az»: «Zur unglücklichen Personalpolitik des Gemeinderates und vor allem der Heimleitung erwarten wir von den Verantwortlichen endlich mal eine klare öffentliche Antwort.» Die SP habe in den letzten Tagen eine Flut von Mails und Briefen erhalten «mit klaren Aussagen zu den Missständen im Umgang mit dem Personal». Ausserdem behalte sich die Partei vor, im Einwohnerrat eine Parlamentarische Untersuchungskommission PUK zu fordern, «um alle Vorkommnisse zu untersuchen».

Von der Gewerkschaft VPOD ist des Weiteren zu erfahren, dass man im April eine «Rote Karte»-Aktion plane: Vor Ort will man dem Heimleiter eine symbolische Rote Karte zeigen. «Der Umgang mit den Pflegenden ist nicht akzeptabel», sagt Gewerkschafter Patrick Portmann.